Haarausfall

Da ich selbst eben dem Nagelpilz auch Probleme mit Haarverlust habe, wollte ich dieses Thema auch einmal aufgreifen. Haarverlust kann viele verschiedene Ursachen haben und so auch zur Alopezie führen die sogenannte Haarlosigkeit. Jeder Mensch besitzt ungefähr 100.000 Haare auf seinem Kopf. Das Kopfhaar wächst in etwa einen Zentimeter innerhalb eines Monats. Das Haar durchläuft immer wieder verschiedene Entwicklungsphasen, so befinden sich nicht alle Haare in derselben Entwicklungsstufe.

haarausfallDie Wachstumsphase auch Anagenphase genannt dauert zwischen zwei bis sechs Jahre. Auf dem Kopf befinden sich 80 bis 90 Prozent der Harre in dieser Phase und somit im Wachstum. In der Übergangsphase auch Katagenphase genannt, stellt sich das Wachstum ein und das Haar löst sich von seiner Wurzel ab. Diese Phase dauert zwischen zwei bis drei Wochen. Die letzte Phase, die das Haar im Laufe der Zeit durchläuft, ist die End- und Ausfallphase auch Telogenphase genannt. Diese letzte Phase dauert in der Regel drei Monate. Das vorhandene Haar wird vom nach wachsendem Haar langsam verdrängt und fällt aus. Alle beschriebenen Phasen wiederholen sich immer wieder und erneuern so das Haar.

Fällt das Haar aus und wächst nicht mehr richtig nach spricht man vom Haarausfall. Dabei ist Haarausfall nicht gleich Haarausfall, es ist vollkommen normal, täglich mehrere Haare zu verlieren. Erst wenn ganze Haarbüschel ausfallen und haarlose Stellen entstehen, leidet der Patient an Haarausfall. Es gibt verschiedene Arten und Formen des Haarverlustes. Ist der Haarverlust nur kurzzeitig, wachsen die Haare wieder nach. Wenn jedoch die Haarwurzel geschädigt ist, bilden sich keine neuen Haare mehr und so entstehen kahle Stellen am Kopf. Frauen und Männer können vom Haarausfall betroffen sein. Frauen leiden vor allem während der Wechseljahre an dünner werdenden Haaren und Haarverlust. Bei den Männern ist der Haarausfall in den meisten Fällen anlagebedingt.

Gründe und Ursachen bei Haarverlust

Hinter dem Verlust der Haare können viele verschiedene Ursachen stecken. Haarausfall kann krankheitsbedingt, anlagebedingt oder auch durch eine Hormonstörung verursacht werden. Daher sollte der betroffene Patient umgehend einen Arzt aufsuchen. Der Arzt wird dem Haarausfall auf den Grund gehen und die richtige Therapie vorschlagen. Eine schnelle Therapie ist wichtig, denn nur so können auch möglichst viele Haare gerettet werden. Von einer selbst gestellten Diagnose ist dem Patienten ganz klar abzuraten. Von einer Pilzerkrankung bis hin zu Haarverlust durch hormonelle Störungen oder irgendwelchen Mangelerscheinungen sind die Ursachen viel zu umfangreich, um erst selbst rum zu doktern. Stress und psychische Probleme können ebenfalls zum Verlust des Haares führen.

Therapie

Die Therapie ist je nach Ursache unterschiedlich und fällt daher auch je nach Patient und Ursache anders aus. Wird zum Beispiel der Haarausfall durch bestimmte Medikamente ausgelöst, kann der Arzt das Medikament oder auch die Dosierung ändern. Bei pilzbedingtem Haarausfall werden Medikamente gegen die Pilzkrankheit verschrieben. Ist der Pilz ausgestanden, kommen auch die Haare zurück. Mittlerweile gibt es zahlreiche Präparate gegen Haarausfall. Minoxidil wird zum Beispiel aufgetragen und sorgt für vermehrtes Haarwachstum was den Haarausfall behandeln kann. In den Drogeriemärkten werden zahlreiche Haarwuchswundermittel angeboten, doch meistens halten diese Mittel nicht das was sie Versprechen. Die Betroffenen sind oft enttäuscht und der Verlust des Haares breitet sich zunehmend aus. Wie oben schon beschrieben ist es daher wichtig, nicht lange zu zögern und einen Arzt auf zu suchen. Dieser wird die richtige Therapie und das richtige Medikament auf den jeweiligen Patienten abgestimmt bestimmen. Sicherlich kann er auch abwägen, inwieweit sich eine Echthaartransplatation als sinnvoll erweisen würde.

Schonende Haarpflegetipps

Gut gepflegtes Haar bleibt nachweislich länger gesund, deshalb ist die richtige Pflege besonders wichtig um das Haar gesund zu halten und die Haarwurzel nicht zu schädigen. Grundsätzlich sollten Haarpflegeprodukte getestet und aufeinander abgestimmt sein. Shampoo und Spülung sollten gründlich ausgewaschen werden. Die Haare ständig heiß zu föhnen schädigt nicht nur das Haar und lässt es spröde werden auch die Haarwurzel wird dauerhaft geschädigt. Ständiges stylen, bleichen und Glätten der Haare greift das Haar und die Wurzel ebenfalls sehr an und schädigt nachhaltig die Qualität des Haares. Gelegentliche Kuren sind zu empfehlen, denn diese machen das Haar weich und geschmeidig, dadurch lassen sich die Haare viel leichter kämen.

Vitaminpräparate und gesunde Ernährung

Es ist bekannt, dass eine ausgewogene Ernährung und die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wichtig für unseren Körper ist. Ein Vitaminmangel und eine einseitige Ernährung lassen nicht nur unsere Fingernägel brüchig werden, auch unsere Haare erscheinen stumpf und krank. Oft ist ein Vitaminmangel Grund für einen Haarausfall, in diesem Fall kann dieser schnell bekämpft werden. Der Arzt wird in diesem Fall ein Vitaminpräparat verschreiben das eingenommen werden muss.

Fazit

Haarausfall sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden und bedarf immer die Abklärung durch einen fachkundigen Mediziner. Je schneller der Arzt eine Diagnose stellt, desto mehr Haare können durch die Therapie gerettet werden. Ein Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben, daher ist es schwierig zu beurteilen, warum das Haar ausfällt. Die vielen Wundermittel aus dem Drogeriemarkt versprechen oft mehr als sie halten. Der Frust der Patienten wächst, da der Haarausfall oft nicht besser wird und sich eher verschlimmert. Welche Behandlung, die beste für den jeweiligen Patienten ist, kann somit nicht pauschalisiert werden. In einigen Fällen kann der Haarausfall durch eine Mangelerscheinung ausgelöst werden. Die richtige Pflege schützt das Haar und auch die Haarwurzel vor Beschädigungen.